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Das Lions-Quest-Programm

LIONS CLUBS INTERNATIONAL ist eine weltweite Vereinigung freier Menschen, die in freundschaftlicher Verbundenheit bereit sind, sich den gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit zu stellen und uneigennützig an ihrer Lösung mitzuwirken.

                       

Lions-Mitglieder haben sich Toleranz im menschlichen Zusammenleben zum Ziel gesetzt und wollen besonders

  •           das Gemeinwohl fördern,
  •           freundschaftliche Beziehungen zwischen den Völkern entwickeln und dadurch den Weltfrieden festigen,
  •           ihren Mitmenschen in materieller und seelischer Not beistehen,
  •           das Kulturerbe sinnvoll bewahren,
  •           Unabhängigkeit von Parteipolitik und Religionen

LIONS CLUBS INTERNATIONAL hat über 1,4 Millionen Mitglieder in allen Erdteilen, in Deutschland ca. 43.000.

Ein internationaler Vorstand und nationale Distrikte bilden die notwendige Organisation.

Wesentliche ist die Arbeit in örtlichen Clubs, in denen die Freundschaft Grundlage einer erfolgreichen Activity ist.

Unter dem internationalen Leitwort „We serve“ werden die Clubs vor allem auf folgenden Gebieten tätig:

  •           Hilfe für bedürftige Mitmenschen
  •           Betreuung gefährdeter und hilfsbedürftiger Personengruppen
  •           Unterstützung weltweiter Hilfsaktionen
  •           Schutz der Umwelt vor Fehlentwicklungen
  •           Förderung des Gemeinsinns
  •           Verständigung mit der jungen Generation
  •           Aufbau und Pflege internationaler Beziehungen

Quest International entwickelt Materialen und Programme, die der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen dienen und ihnen helfen, Lebensfertigkeiten wie Selbstvertrauen, Lebensfreude, Beziehungsfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Engagement aufzubauen.

Das Lions-Quest-Programm heißt „Erwachsen werden“.

Das Hauptziel des Programms ist, die psychosoziale Kompetenz junger Menschen zu entwickeln und zu stärken, sie in ihrer Fähigkeit zu fördern, ihr Leben verantwortlich in die Hand zu nehmen, eigene Entscheidungen sicher zu treffen und umzusetzen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag erfolgreich zu begegnen und für Probleme, die gerade in der Pubertät auftreten, positive Lösungen zu finden.

Insbesondere will es Kindern und Jugendlichen helfen, indem es

 

  • ihnen Übungsfelder zur Entwicklung und Förderung eines konstruktiven, positiven Sozialverhaltens bietet
  • ihr Selbstvertrauen und ihr Selbstwertgefühl durch Bewusstmachung und Anerkennung ihrer persönlichen Qualitäten zu stärken sucht
  • den bewussten und angemessenen Umgang mit eigenen und fremden Gefühlen fördert
  • die Einbindung in eine Gruppe Gleichaltriger und die Fähigkeit zur Solidarität auch mit Andersdenkenden und Menschen fremder Kulturen fördert und die Beziehungen untereinander stärkt
  • die Kritikfähigkeit sich selbst und der Gruppe gegenüber fördert, um negativem Gruppendruck leichter widerstehen zu können
  • eine förderliche Bindung an die eigene Familie und / oder andere erwachsene Bezugspersonen
  • über die Gefahren von Sucht und Suchtmitteln informiert und die Persönlichkeit der Jugendlichen so stärkt, dass sie den Versuchungen leichter widerstehen können
  • ihnen hilft, eigene Werte, Normen und Ziele zu finden und sich mit vorgesetzten Normen kritisch auseinander zu setzen.

 

 

                         Lions-Quest „Erwachsen werden“     

 

Die Förderung sozialer Kompetenzen junger Menschen in der Schule steht im Mittelpunkt von „Erwachsen werden“. Das Programm will die Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihr Selbstvertrauen und ihre kommunikative Kompetenz zu stärken, Kontakte und Beziehungen aufzubauen und zu pflegen, Konflikt- und Risikosituationen in ihrem Alltag zu begegnen und für Probleme, die gerade die Pubertät gehäuft mit sich bringt, konstruktive Lösungen zu finden. Gleichzeitig möchte es ihnen beim Aufbau eines eigenen Wertesystems Orientierung anbieten.

 

Das Programm „Erwachsen werden“ ist in sieben Unterrichtsbausteine unterteilt.

 

Jeder Teil ist einem besonderen Thema gewidmet.

 

  1. Teil – Ich und meine (neue) Gruppe

 

Der erste Teil beschäftigt sich mit Fragen der eigenen Person: Wer bin ich? Wer sind die anderen? Wie gehen wir miteinander um? Welche Bedeutung hat die Gruppe und wie beeinflusst sie mich? Diese Themen schaffen die Grundlage für eine vertrauensvolle und konstruktive Lernatmosphäre und damit für die gemeinsame Arbeit mit den weiteren Teilen des Programms. Als Angebot sind Themen eingefügt, die helfen können, die begonnene bzw. bevorstehende Lebensphase der Pubertät besser zu verstehen und zu bewältigen.

 

  1. Teil – Stärkung der Selbstvertrauens

 

Ein angemessenes realistisches Selbstvertrauen ist für die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen von zentraler Bedeutung. Was ist eigentlich Selbstvertrauen? Worauf gründet sich mein Selbstvertrauen? Wie kann ich mein eigenes oder auch das Selbstvertrauen anderer stärken? Sich der eigenen Fähigkeiten und Stärken bewusst werden, diese auch einzusetzen und dafür Anerkennung zu bekommen, fördert die Ausbildung eines gesunden Selbstvertrauens.

 

  1. Teil – Die Beziehungen zu meinen Freunden

 

„Ich verstehe mich und meine Gefühle besser.“ Die Kinder und Jugendlichen werden in der Fähigkeit gefördert, eigene Gefühle wahr und ernst zu nehmen, sie zu akzeptieren, auszudrücken und als etwas zu begreifen, das ihnen bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit hilft.

 

  1. Teil – Die Beziehungen zu meinen Freunden

 

„Ich tue etwas für meine Freundschaften.“ Wie kann man echte Freundschaften aufbauen, weiterentwickeln, verbessern? Welchen Einfluss hat die Clique? Wie hält man Gruppendruck stand? Wie kann man Meinungsverschiedenheiten oder Konflikte in einer Freundschaft konstruktiv lösen? Wie geht man mit Enttäuschungen, mit einem Verlust um?

 

  1. Teil – Mein Zuhause

 

Wo ist mein Zuhause? Die Zusammensetzung der Familien und das Zusammenleben haben sich in den letzten Jahrzehnten verändert. Welche Erwartungen und Wünsche haben Kinder und Jugendliche, was empfinden sie als enttäuschend oder konfliktträchtig? Dieser Teil regt an, die Beziehungen innerhalb des eigenen Zuhauses und in anderen Familien zu reflektieren und Schritte zur Verbesserung der Beziehungen oder zur Lösung von Konflikten zu probieren.

 

  1. Teil – es gibt Versuchungen: Entscheide dich

 

„Ich treffe meine Entscheidungen.“ In diesem Teil geht es um das Problem der Verantwortung eigener Entscheidungen u.a. zu den Themen Lebensstil, Umgang mit dem eigenen Körper, berufliche Zukunft. Hier werden auch Informationen über Suchtmittel und Fragen des Suchtverhaltens aufgegriffen: z.B. Wirkung von Tabak, Alkohol, illegalen Drogen, die Rolle der Werbung und der Medien, Vermeidung von Suchtverhalten.

 

  1. Teil – Ich weiß, was ich will

 

„Ich weiß, was ich will.“ Kinder und Jugendliche haben viele Träume und Hoffnungen, was sie einmal in ihrem Leben erreichen möchten. Doch damit ihre Träume und Hoffnungen Realität werden können, müssen sie sich Ziele setzen und sich auf den Weg machen. Mit Überlegung, Anstrengung, Geduld und Selbstdisziplin lässt sich Vieles erreichen. Der letzte Teil von „Erwachsen werden“ vermittelt Hilfen zu diesem Weg.

 

                                                                                 

 

Quelle: Lions-Quest „ERWACHSEN WERDEN“

 

- ein Life-Skills-Programm für Schülerinnen und

 

Schüler der Sekundarstufe I

 

 

 

Zusätzliche Informationen